Hier finden Sie einen kurz zusammengefassten Überblick über die einzelnen Prozessschritte in der Lederherstellung:
Was ist Leder ?
Leder ist ein Flächenmaterial aus der tierischen Haut, durch chemische und mechanische Prozesse gegerbt, unter Beibehaltung der natürlichen Faserstruktur.
Teile des fertigen Leders (Rind)


Vorbereitung der Haut auf die Gerbung
Weiche - Wäsche:
Die mit Salz konservierte Haut wird mittels Wasser in Fässern in Ihren ursprünglichen Zustand nach Abzug vom Tier zurückversetzt und gleichzeitig von äußerem Schmutz befreit.
Enthaaren und Äschern:
Mittels Schwefelnatirum und Kalk wird die Haut von den Haaren befreit. Das hierbei entstehende stark mit stickstoffhaltiger, organischer Fracht belastete Abwasser wird in der betriebseigenen biologischen Kläranlage gereinigt.
Entfleischen:
Beim Entfleischen wird der zu gerbende Teil der Haut vom Unterhautbindegewbe getrennt. Dies wird durch rotierende Messerzylinder in der Entfleischmaschine erledigt.

Spalten:
Auf einer Bandmesserspaltmaschine wird die Dicke des Hautmaterials angegelichen. Dabei entstehen zwei Schichten, wovon die wertvollere Seite als Narbenspalt, und die abgespaltene Seite als Fleischspalt oder kurz Spalt bezeichnet wird.

Entkälkung - Entfettung:
Das Hautmaterial ist vor diesem Prozessschritt bei einem hohen pH-Wert noch gequollen, dabei sind die Faserzwischenräume mit Wasser, aber auch mit nicht - ledergebenden Substanzen, wie abgebautem Eiweiß gefüllt. Die Quellung muss abgebaut und die Haut von den nicht leder-gebenden Substanzen gereinigt werden. Die noch verbleibenden Reste der Haarwurzeln und der Oberhaut werden im nächsten Prozessschritt, der Beiz, beseitigt.
Beize:
Bei der Beize kommen Enzyme zum Einsatz, die alle überflüssigen Eiweißstoffe abbauen sollen. Außerdem wird hier grundlegend die Weichheit des Leders bestimmt. Um weiche Leder, wie Bekleidungs- oder Handschuhleder herzustellen, lässt man die Beizenzyme länger einwirken.
Gerbung